Schulische Suchtprävention am PAMINA-Schulzentrum

Suchtprävention ist ein weites Feld, denn Süchte sind vielfältig und jeder Mensch kommt täglich und überall mit Süchten und deren Problematik in Berührung. Das PAMINA-Schulzentrum betreibt daher schon seit Jahren eine aktive Suchtprävention. Das dazugehörige Konzept wird ständig überarbeitet und mit neuem Leben gefüllt. Wir arbeiten schulartübergreifend und kooperativ. Wir, Sabine Ohliger (von der Realschule plus), Mirko Gütermann (unser Schulsozialarbeiter) und Patrick Christmann (vom Gymnasium), arbeiten hier gemeinsam Hand in Hand.

Das aktuelle Konzept sieht in jeder Jahrgangsstufe von 6-10 verschiedene Programmpunkte vor.

In der 6. Klasse stellen wir uns den Fragen der Schülerinnen und Schüler, thematisieren aktuelle Probleme und knüpfen erste Kontakte bzw. schaffen eine Vertrauensbasis.

In der 7. Klasse stellt sich das Suchtpräventionsteam nochmals vor und erläutert das Programm. Im Januar werden die 7. Klassen zudem über Gefahren und Folgen des Rauchens in einer 3-stündigen Präsentation aufgeklärt. Externe Fachkräfte und Betroffene berichten dabei von ihren Erfahrungen. Herr Ehmann von der Thoraxklinik Heidelberg erläutert hier die schädlichen Folgen des Rauchens, auch ein ehemaliger Krebspatient stellt seine Lebens- und Leidensgeschichte vor.

In Klasse 8 sollen die Schülerinnen und Schüler bei einem „Tom und Lisa“-Workshop, der an zwei Unterrichtstagen stattfindet, einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol erlernen. Dabei werden sie über Gefahren des Alkohols, Maßnahmen bei Alkoholmissbrauch und über die aktuelle Gesetzeslage aufgeklärt und lernen spielerisch und in der Gruppe ihre Einstellung zu Alkohol zu reflektieren und ggf. zu überdenken.

In Klasse 9 findet ein Schülermultiplikatorenseminar („Auf der Suche nach…“) statt. Hier können interessierte Schülerinnen und Schüler teilnehmen. Dort wird das Thema „Sucht“ behandelt, anhand von spielerischen Elementen und Rollenspielen sich mit Süchten und Missbrauch auseinandergesetzt und kreativ sich dem Thema genährt. Ihre Erfahrungen und ihr erworbenes Wissen stellen die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler dann anschließend ihrer gesamten Klasse vor.

Falls terminlich und organisatorisch möglich in der neunten Klassenstufe ein ehemaliger Drogenabhängiger eingeladen, dieser berichtet von seinen Erfahrungen und seinem Leben mit der Sucht und den Drogen.

In Klasse 10 wird abermals das Thema Alkohol, aber auch Drogen und Drogenmissbrauch allgemein, aufgegriffen. Bei der sogenannten „Tour des Lebens“ klären externe Fachkräfte die Schülerinnen und Schüler über die Gefahren des Alkohols und des Drogenmissbrauchs auf. Hier können auch aktuelle Fragen gestellt und Probleme in einem geschützten Rahmen thematisiert werden. Daneben findet in der 10. Klasse auch die Aidsberatung von Pro Familia statt. Auch hier werden externe Fachkräfte eingesetzt, damit die Schülerinnen und Schüler ungezwungen und offen sich dem Thema öffnen können.

Neben unserem feststehenden Programm sind wir auch jederzeit für Schülerinnen und Schüler, das Kollegium und auch für Eltern ansprechbar, um Fragen und Probleme zu klären. Auch bei Sorgen um Mitschüler, Eltern, Freunde, Verwandte kann man sich immer an uns wenden. Gerne auch anonym. Auf Wunsch behandeln wir auch alles vertraulich und erzählen nichts weiter, wobei wir natürlich trotzdem um eine Lösung bemüht sind.

Bei Fragen oder Problemen sprechen Sie uns einfach an.

Ihr Suchtpräventionsteam

Patrick Christmann, Mirko Gütermann, Sabine Ohliger