Im Rahmen des Erasmus+-Programms nahmen Schülerinnen und Schüler an einem internationalen Austausch zum Thema Nachhaltigkeit teil. Vom 18. bis 23. Januar 2026 waren sie zu Gast am Colegio Abece in Gandia und erlebten eine ereignisreiche Woche voller interkultureller Begegnungen, gemein-samer Aktivitäten und nachhaltiger Lernerfahrungen.
Der erste Tag begann mit der Anreise nach Spanien und einem herzlichen Empfang in den Gastfamilien. Das Kennenlernen des spanischen Alltags und der Familien bot den Teilnehmenden bereits erste wertvolle Einblicke in die Kultur und Lebensweise vor Ort.



Montags stand das internationale Miteinander im Mittelpunkt: Die Schülerinnen und Schüler aus Spanien, Österreich, Frankreich und Litauen lernten sich zunächst bei verschiedenen Kennenlern-aktivitäten besser kennen. Anschließend wurde Gandia gemeinsam erkundet, wobei historische Sehenswürdigkeiten und das Stadtleben entdeckt wurden.
Der zweite Tag war von Bewegung und Teamgeist geprägt. Bei sportlichen Aktivitäten wie Federball, Basketball und Volleyball hatten alle viel Spaß und stärkten gleichzeitig den Zusammenhalt innerhalb der internationalen Gruppe.



Ein ganz besonderer Höhepunkt folgte mittwochs: Im Sinne des Nachhaltigkeitsgedankens wurde gemeinsam eine Schildkröte ausgewildert, die feierlich den Namen „Erasmo“ erhielt. Dieses eindrucks-volle Erlebnis verdeutlichte auf anschauliche Weise die Bedeutung des Natur- und Artenschutzes.










Absolut beindruckend, war an diesem Tag auch der Besuch des Muesum de Falla, das sich mit seinen übergroßen Figuren einen Namen gemacht hat.






Das Thema Wasser blieb auch am Donnerstags im Fokus: Wir besuchten das Naturschutzgebiet der Albufeira, dem größten See Spaniens, einer frühere Lagune, und erkundeten die ökologischen und historischen Besonderheiten dieses einzigartigen Naturraums bei Valencia.
Wie die Bevölkerung im 17. Jahrhundert ihren Leben am Wasser des Sees gestaltete, zeigte uns eine „Barracca“, ein einfaches schilfgedecktes Häuschen am Ufer des Sees, eine zeltartige Konstruktion mit nur einem Raum für Wohnen und Arbeiten. Gekocht wurde auf offenem Feuer und das Wasser holte man vom Brunnen. Ihre zwei Türen und die Ausrichtung der Barracca ermöglichten einen permanenten Luftzug zur Kühlung des Raumes, Klimatisierung ohne Strom.
In unglasierten Tongefäßen blieb Wasser angenehm kühl und verderbliche Nahrungsmittel hing man zum Schutz vor Fliegen und Mäusen in netzbespannten Käfigen im Raum auf. Die Menschen in den Barraccas lebten von Reisanbau und Aalfang. Beides lernten wir auf einer Bootstour mit flachen Stocherkähnen auf dem durchschnittlich nur 1,5 m tiefen See.



Beeindruckt hat uns der Reisanbau in Feldern, die im Laufe des Jahres trockenfallen und danach wieder geflutet werden. Außer des Sees gehören zum Naturraum der Albufeira Wälder und Dünen, die die ausgesūsste Lagune vom Meer trennen. Wir wanderten durch Wald und Dünen und entdeckten dabei eine vielfältige Tierwelt, wobei wir von den 2 m langen Verwandten der Kobra nur hörten…
Zum Abschluss gab es eine klassische Paella, wie sie schon die Bewohner der Barraccas im 17. Jahrhundert zubereiteten. Weiter ging es nach Valencia, wunderschöne Stadt am Mittelmeer, die ihren Reichtum dem Seehandel verdankt und heute den größten Hafen für den Umschlag von Gütern im Mittelmeer betreibt. Unglaubliche Bauwerke aus den vergangenen Jahrhunderten beeindruckten und der Nachmittag war viel zu kurz, um auch nur das Barrio del Carmen komplett zu erkunden. Der Abend klang bei einem gemeinsamen Essen aus, bei dem die Zertifikate feierlich überreicht wurden.



Freitags trat die Gruppe schließlich die Heimreise an. Der Erasmus-Austausch in Gandia wird allen Beteiligten als unvergessliche Erfahrung in Erinnerung bleiben, die nicht nur das Bewusstsein für Nachhaltigkeit stärkte, sondern auch neue Freundschaften über Ländergrenzen hinweg entstehen ließ.
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